Taufen

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In der Regel werden die Kinder im ersten halben Jahr nach der Geburt getauft. Sie können aber auch noch später zur Taufe gebracht werden. Dem Kind werden in der Regel zwei evangelische Paten an die Seite gestellt, die den Eltern in der christlichen Erziehung beistehen sollen. Der zweite Pate kann auch einer andern Konfession angehören, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg steht. Ein Merkblatt zu den Paten wird bei der Anmeldung ausgegeben. Weitere Paten können auch noch nach der Taufe bis zum Zeitpunkt des Konfirmandenunterrichts dazukommen. Da Kinder noch nicht religionsmündig sind, können sie nur getauft werden, wenn die Erziehungsberechtigten das wollen und die christliche Erziehung der Kinder auch gewährleistet ist. Ist das nicht der Fall, wird die Taufe aufgeschoben, bis das Kind selber entscheiden kann, ob es getauft werden will (in der Regel nach dem Konfirmandenunterricht).

Möchte sich ein Erwachsener taufen lassen, geht seiner Taufe auch eine Zeit des Unterrichts voraus. In der Regel findet das in kleinen Gruppen oder bei Einzelgesprächen mit dem Pfarrer statt. Es kann aber auch der Konfirmandenunterricht für Erwachsene besucht werden.

Die Taufe ist einmalig. Sie wird nicht wiederholt, auch wenn ein Mensch erst später zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Zur Anmeldung sind beim Pfarramt ein Tauftermin zu erfragen und die Anmeldeunterlagen abzuholen. Es wird ein Mal im Monat im Gottesdienst getauft.

Tauftermine entnehmen Sie bitte dem Gottesdienstplan oder dem Jahresprogramm, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt.

Konfirmation

Der Konfirmandenunterricht findet in der Regel mittwochs, von 16 bis 18 Uhr, im Gemeindehaus statt. Beginn vor den Sommerferien, ab Mai.  Am Samstagabend vor der Konfirmation findet der Abendmahlsgottesdienst statt.

Im Alter des Konfirmanden (7. Klasse, 1.Schulhalbjahr) wird das Kind in dem einjährigen Unterricht auf seine eigene Glaubensentscheidung hin vorbereitet. Der abgeschlossene Unterricht wird im Konfirmationsgottesdienst gefeiert. Dort legt das Kind öffentlich Rechenschaft von seinem Glauben ab und wird "eingesegnet", d. h. der Begleitung Gottes für sein weiteres Glaubensleben anbefohlen. Grundsätzlich gibt es keine Voraussetzungen für den Unterricht. Das Kind muss auch nicht getauft sein oder evangelisch sein. Die Taufe wird in diesem Fall in der Regel im Konfirmationsgottesdienst vollzogen. Angemeldet werden die Kinder von ihren Eltern. Der Zeitpunkt der Anmeldung ist im Frühjahr und wird im Amtsblatt bekanntgegeben. Mit 14 Jahren sind die Kinder religionsmündig und können sich selbst anmelden.
Zum Unterricht gehören der regelmäßige Besuch des Gottesdienstes sowie die Teilnahme an den Ausflügen und der Konfi-Freizeit (Freitag bis Montag, mit Beginn der Herbstferien). Es wird in Hohenhaslach keine Gebühr für den Konfi-Unterricht erhoben – die Lehrmittel und die Konfirmandenbibel werden von der Kirchengemeinde gestellt. Voraussetzung für die Konfirmation ist neben dem erfolgreich abgeschlossenen Unterricht auch der Besuch des evangelischen Religionsunterrichts in der Schule.

Konfirmation 2019

Konficheck: Sonntag, 28.4.2019
Konfi-Abendmahl: Samstag, 4.5.2019
Konfirmation: 5. und 12.5.2019

 

 

Hochzeit

Um kirchlich heiraten zu können, muss die standesamtliche Trauung vorangegangen sein. Ebenfalls müssen beide Ehepartner das christliche Trauversprechen ablegen können. Trauung Geschiedener bedürfen der Genehmigung des Dekans, die der Pfarrer nach dem Traugespräch einholt. Dasselbe gilt, wenn einer der Ehepartner aus der Kirche ausgetreten ist. Bei Mischehen mit anderen Religionen (Muslimen o.a.) kann keine kirchliche Trauung stattfinden. Gehört der Ehepartner einer anderen Konfession an (z.B. katholisch), kann eine „ökumenische Trauung” stattfinden, bei der der andere Pfarrer auch dabei ist. Genaueres wird im Einzelfall geklärt.
Um sich zur Trauung anzumelden, muss zuvor rechtzeitig ein Termin für den Gottesdienst mit dem Pfarramt abgesprochen werden (am Besten etwa ein halbes Jahr vorher). Eine zu kurzfristige Anmeldung kann dazu führen, dass die Hochzeit am gewünschten Termin nicht stattfinden kann. Die Trauungen finden in der Regel am Samstag nachmittag (14.00 Uhr) statt. Will jemand außerhalb des Kirchenbezirks Vaihingen heiraten, muss er sich mit dem dortigen Ortspfarrer absprechen. Angemeldet aber wird die Trauung in Hohenhaslach, bzw. wo der zukünftige Wohnsitz ist.

Beerdigungen

Liegt ein Familienmitglied im Sterben, kann der Pfarrer zur Sterbebegleitung gerufen werden. Wünscht der Kranke das Abendmahl, kann es zu Hause mit den Familienangehörigen gereicht werden. Nach dem Sterben wird der Arzt gerufen, der den Tod feststellt. Der Verstorbene kann bis zu 36 Stunden zu Hause aufgebahrt bleiben. Bevor der Verstorbene weggebracht wird, kann der Pfarrer um eine „Aussegnung” gebeten werden. Familie, Pfarrer und Beerdigungsinstitut legen gemeinsam einen Termin für die Beerdigung fest. Findet die Beerdigung außerhalb des Kirchenbezirks statt, hält der dortige Ortspfarrer die Trauerfeier. Eine kirchliche Bestattung findet in der Regel nicht statt, wenn der/die Verstorbene aus der Kirche ausgetreten war und damit auf diesen Dienst und die Begleitung der Angehörigen verzichtet.

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